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IHDP Secretariat
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IHDP - International Human Dimensions Programme on Global Environmental Change


Review Annual Report Conference


IHDP ist bestrebt "Eine internationale Führungsrolle in der Entwicklung und Integration der sozialwissenschaftlichen Forschung im Bereich des globalen Wandel zu gewährleisten und die Implementierung der Ergebnisse voranzutreiben, um den ökologischen Herausforderungen des globalen Wandels zu begegnen."

Geschichte

Das International Human Dimensions Programme on Global Environmental Change (IHDP) wurde 1996 unter der Trägerschaft des International Social Science Council (ISSC) und des International Council for Science (ICSU) eingerichtet. IHDP tritt damit an die Stelle des Human Dimension Programmes (HDP), welches ausschließlich von ISSC gefördert wurde. Im Jahr 2006 beendete das Forschungsprogramm IHDP seine erste Dekade und konnte weitreichende Erfolge in der Einbindung der Sozialwissenschaften in die Forschungslandschaft des globalen Wandels verbuchen.


Strategie für IHDP`s zweite Dekade (2007-2015)

1. Innovative Forschung

Das prioritäre Ziel von IHDP ist die Bereitstellung einer Plattform, um Forschung zu fördern und die Expansion und Verstärkung der globalen wissenschaftlichen Kapazitäten sicherzustellen. Das wissenschaftliche Protfolio von IHDP beinhaltet drei Instrumente zur Implementierung: Core Projects, ESSP Joint Projects sowie Querschnittsthemen. Die Kombinierung dieser drei Elemente sowie methodologische Innovationen bilden den Rahmen der Forschungsstrategie von IHDP.
  • Core Projects
    Core Projects haben einen Lebenszyklus von ca.10 Jahren und enden in einem Synthese Prozess. Zwei Core Projects von IHDP - Land Use and Land Cover Change (LUCC) sowie Institutional Dimensions of Global Environmental Change (IDGEC) - sind bereits formal abgeschlossen. Derzeit existieren fünf Core Projects unter dem Dach von IHDP: Global Environmental Change and Human Security (GECHS), das Global Land Project (GLP), Industrial Transformation (IT), Land/Ocean Interactions in Coastal Zones (LOICZ 2) sowie Urbanisation and Global Environmental Change (UGEC).
  • ESSP Joint Projects
    Joint projects werden auf gemeinschaftlicher Basis mit Earth System Science Partnership (ESSP) und den anderen Global Change Forschungsprogrammen durchgeführt. Die Joint Projects haben ihren Ursprung in der Amsterdamer Deklaration von 2001 und wurden in der Open Science Conference in Beijing 2006 nochmals bestätigt: Global Carbon Projects (GCP), Global Environmental Change and Food Systems (GECAFS), Global Water System Project (GWSP), Global Environmental Change and Human Health Project (GECHH).
  • Querschnittsthemen
    Die Querschnittsthemen haben eine hohe Bedeutung für alle Core Projects und ESSP Joint Projects. Es existieren derzeit vier Querschnittsthemen: Vulnerabilität/Belastbarkeit/Adaption; Governance/Institutionen; soziales Lernen/Wissen; Grenzbereiche/Übergänge

2. Capacity Building, Förderung von Communities und Öffentlichkeitsarbeit

In der zweiten Dekade unternimmt IHDP vermehrt Anstrengungen in der Stärkung von Netzwerken und Communities sowie im Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Ein wichtiges Ziel von IHDP stellt die Stärkung und Ausdehnung von Forschungsnetzwerken im Bereich des globalen Umweltwandels dar. IHDP hat dazu eine breite Palette an Aktivitäten entwickelt. Ein effektives Instrument bilden neben dem zweijährig stattfindenden International Human Dimensions Workshop (IHDW), das alle drei Jahre veranstaltete Open Meeting der Forschungscommunity, die pre-Open Meeting Trainingsseminare, die nationalen Workshops sowie die regionalen Netzwerkaktivitäten. Im Bereich Kommunikation besitzt IHDP verschiedene Instrumente, wie den Jahresbericht, die Webseite von IHDP sowie das IHDP Magazin IHDP Update. Diese Aktivitäten werden vom IHDP Sekretariat mit Sitz in Bonn koordiniert. Das Sekretariat entwickelt ebenfalls neue Lösungen und innovative Antworten für neue Anforderungen der Forschungscommunity. Das neue strategische Konzept richtet seinen Schwerpunkt insbesondere auf Wissenschaftler der Entwicklungs- und Schwellenländer sowie bietet IHDP Unterstützung für junge Wissenschaftler. Zudem versucht IHDP neue Zielgruppen in die bestehenden Netzwerke zu integrieren, wie z.B. Entscheidungsträger, Stakeholder und Medienvertreter.

3. Interaktion Wissenschaft-Politik

Die Interaktion Wissenschaft-Politik besitzt für IHDP höchste Priorität im strategischen Plan der zweiten Dekade. IHDP möchte eine enge Verbindung zwischen Wissenschaft und praktischer Anwendung schaffen um die Forschungsentwicklung sowie die politische Implementierung zu verbessern. Ziel der zweiten Dekade ist somit die Kommunikation von politikrelevanten Ergebnissen in Politik und Öffentlichkeit. Der komparative Vorteil der Sozialwissenschaften trägt hier Rechnung, da politische Prozesse selbst ein Forschungsgebiet innerhalb der Sozialwissenschaften darstellen . IHDP sieht seine Rolle in zwei Dimensionen: zum einen als Förderer von Wissenschaft und zum anderen als Mulitplikator und Mediator.