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4. Nationales Kolloquium

+++ Bekanntmachung BMBF: Fördermaßnahme Landmanagement +++          +++ Kick Off Meeting: Nachhaltiges Landmanagement +++

Das 4. Nationale Kolloquium des NKGCF (3.-4. April 2008, Bad Honnef) widmete sich der breiten Diskussion des Themas "Umgang mit dem Klimawandel – Landnutzung im Spannungsfeld von Ressourcenschutz, Nahrungs- und Energienachfrage".

"Umgang mit dem Klimawandel" ist ein vom NKGCF vorgeschlagenes Nationales Forschungsprogramm, mit dem Inhalt, eine koordinierte Untersuchung regionaler Landnutzungskonflikte in sogenannten "Hot-Spot"-Regionen anzugehen. Das Ziel des Nationalen Forschungsprogramms ist es, Strategien zu entwickeln, die speziell mit den regional auftretenden Konflikten und der möglichen nachhaltigen Gestaltung der Landnutzung zusammenhängen. Es sollen neue, integrative Methodenansätze untersucht werden, die grundlegende regionale und globale Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Landnutzungskonflikten untersuchen. Darüber hinaus gilt es, Handlungsoptionen im Hinblick auf künftige Landnutzungsoptionen zu erarbeiten und weiterzuentwickeln.

Aktuell

Gestützt durch die sehr positive Resonanz der Konferenzteilnehmer, wurde die Umsetzung des Nationalen Forschungsprogramms "Umgang mit dem Klimawandel" im Jahr 2008 den zwei großen deutschen Forschungsförderern, BMBF und DFG, in einem offiziellen Schreiben empfohlen.

Die Umsetzung seitens des BMBF erfolgte bereits Ende 2008 als Förderbekanntmachung im Rahmenprogramm FONA. Die Förderbekanntmachung "Nachhaltiges Landmanagement" kann als Querschnittsthema der bisherigen BMBF Fördermaßnahmen gesehen werden, mit dem Ziel praxisorientierte Ergebnisse zu nachhaltigen Landnutzungsoptionen im Rahmen globaler Veränderungen zu liefern. Auch soll die Integration der Disziplinen aus den Bereichen der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften gestärkt werden.

Seit Herbst 2010 werden zwei Module mit Forschungsschwerpunkten im Bereich „Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen Landmanagement, ökosystemaren Dienstleistungen und Klimawandel“ (Modul B) und „Systemlösungen für nachhaltiges Landmanagement“ (Modul B) gefördert.


Hintergrund des Nationalen Kolloquiums


Das 4. Nationale Kolloquium des NKGCF (3.-4. April 2008) in Bad Honnef widmete sich der Diskussion des Vorschlags für ein Nationales Forschungsprogramm mit dem Titel "Umgang mit dem Klimawandel – Landnutzung im Spannungsfeld von Ressourcenschutz, Nahrungs- und Energienachfrage".

"Umgang mit dem Klimawandel" ist ein vom NKGCF vorgeschlagenes Nationales Forschungsprogramm, das die wissenschaftliche Untersuchung regionaler Landnutzung zur Anpassung an und Vermeidung von Folgen des globalen Klimawandels fokussiert.
Die Landfläche ist eine endliche Ressource, auf welcher der Anbau von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen, die Nutzung als urbane Fläche und der Erhalt von ökosystemaren Leistungen in Konkurrenz stehen. Der Mensch greift regional aktiv in die Landnutzungssysteme ein und verändert ökonomische und ökologische Bedingungen. Diese Veränderungen stehen in Wechselwirkung mit der globalen Ebene. Besonders in sensiblen Regionen können der Klimawandel und der Einfluss des Menschen drastische Folgen haben.

Thematischer Hintergrund: Die Globalisierung der Weltwirtschaft und der Bevölkerungsanstieg beschleunigen die Veränderung der Landnutzung und intensivieren die Nutzung der Naturressourcen. Da die Landressourcen allerding begrenzt sind, entsteht ein Spannungsfeld zwischen den Nutzungsmöglichkeiten wie Nahrungsmittelproduktion, Energieversorgung (Erneuerbare Energien), urbanem Lebensraum und ökosystemaren Dienstleistungen. Besonders in regionalen Brennpunkten wird außerdem der anthropogen verursachte Klimawandel zu einschneidenden Veränderungen der Verfügbarkeit von Ressourcen führen und damit die Landnutzungspotenziale regional verändern. Diese Veränderungen stehen in Wechselwirkung mit der globalen Ebene.

Aufgrund der Bedeutung und der Komplexität des Forschungsthemas schlägt das NKGCF eine nationale Anstrengung und ein koordiniertes Vorgehen der in Deutschland vorhandenen Kompetenzen auf diesem Gebiet vor. Das NKGCF hat darüber hinaus einen Vorschlag zu Struktur und inhaltlicher Ausrichtung der dazu notwendigen fächerübergreifenden Forschung ausgearbeitet. Die Grundlage dafür bilden eine verbesserte Zusammenarbeit der Forschungsorganisationen (universitär und außeruniversitär) und eine Vernetzung der Forschungsförderer. Im Rahmen des Kolloquiums wurde das Nationale Forschungsprogramm mit über 200 Teilnehmern aus der wissenschaftlichen Fachöffentlichkeit der Natur und Sozialwissenschaftler diskutiert. Während der zweitägigen Veranstaltung wurde der aktuelle Forschungsstand in unterschiedlichen Sessions (Programm) und Posterbeiträgen vorgestellt, zukünftige Forschungsschwerpunkte sowie Inhalt und Ziele des Forschungsprogramms von diskutiert. Nach positiver Aufnahme des Vorschlags für ein Nationales Forschungsprogramm und erfolgreichem Abschluss des Kolloquiums wurden die Inhalte für die Teilnehmer in einem digitalen Tagungsband aufbereitet und die Ergebnisse der Diskussionen in den Vorschlag für ein Nationales Forschungsprogramm eingearbeitet. Die Endfassung des Dokuments wurde im Mai 2008 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) überreicht. Beide Forschungsfrderorganisationen arbeiten an einer möglichst zeitnahen und gemeinsamen Umsetzung des Forschungsprogramms.