IHDP-Open Science Meeting
Auf dem "IHDP Open Science Meeting" (28. April 2009, Bonn) organisierte das NKGCF eine Session zum Thema "Integrative Approaches in Global Change Research – The Experience with Different Integration Methods". In den Vorträgen wurden Methodenansätze und Erfahrungen aus den interdisziplinären Forschungsprojekten des Projektverbundes GLOWA gezeigt (siehe Abstract-Heft) sowie ein Resümee der letzten fünf Jahre integrativer Zusammenarbeit gezogen.
Thematischer Hintergrund: In den letzten fünf Jahren wurden zahlreiche interdisziplinäre Projekte im Rahmen der Global Change Forschung ins Leben gerufen. Deutsche interdisziplinäre Projekte, wie GLOWA, BIOTA, Storma, CABRI-Volga oder die GoBi Forschungs-Gruppe, integrieren sozial- und naturwissenschaftliche Aspekte. Diese sind international und im Rahmen der internationalen Global Change Programmen mittlerweile gut etabliert. Dennoch ist es Zeit, die Erfahrungen in der integrativen Forschung, sowie die Qualität der verschiedenen Methodenansätze und die Ebenen der Integration zu diskutieren.
Das Ziel der Session war, aus den interdisziplinären und fünf unterschiedlich integrative arbeitenden Forschungsansätze der GLOWA-Leitprojekten zu lernen und Lektionen für die künftigen Forschungsbemühungen abzuleiten.
Mission: Die Interaktionen zwischen Mensch und Natur sind nicht nur zahlreich, sondern in ihrer Betrachtung auch hochkomplex. Denn sie erzeugen eine Kette von Wirkungen und Wechselwirkungen, die auf der Makroebene in drei Dimensionen aufzufinden sind:
- Wirkungen und Wechselwirkungen im natürlichen System
- Wirkungen und Wechselwirkungen zwischen den Mitgliedern in der Gesellschaft
- Wirkungen und Wechselwirkungen zwischen der Gesellschaft und der Natur
Konventionelle Forschung zielt meist auf eine disziplinäre Wahrnehmung der Umwelt ab. Es ist jedoch offensichtlich, dass das Verständnis der ständigen Interaktionen zwischen Mensch und Natur notwendigerweise alle Forschungsdimensionen behandeln und daraus folgernd interdisziplinär arbeiten muss. Inzwischen hat sich deshalb weitgehend die Meinung durchgesetzt, dass die fehlende Interdisziplinarität und die Beschränkung auf nur eine Dimension die eigentliche Ursache dafür ist, dass konventionelle Forschungsziele in der Analyse komplexer Fragen lange ineffizient gewesen sind.
Zu den Kurzzusammenfassungen (bitte auf die Grafik klicken):
Mit fortscheitendem Klimawandel kommt dem Thema Wasser (wie (Trink)Wasserversorgung, Bewässerung, Wasserwirtschaft) immer höhere Bedeutung zu. Die GLOWA-Projekte greifen das Thema Wasser in ihren regionalen Fallstudien auf, wobei Problemstellung und Herangehensweise (Anwendung von Methoden und Werkzeugen) zur Integration der komplexen Interaktionen zwischen Mensch und Natur differieren.








