Aufgaben
Die Mitglieder des Nationalen Komitees für Global Change Forschung sind maßgeblich an der Entwicklung und wissenschaftlichen Koordination der deutschen Global Change Forschung beteiligt. Das NKGCF stellt die Schnittstelle zwischen nationalen Forschungsförderern und internationalen GEC Programmen dar, und dient daher zugleich als nationaler Ansprechpartner für die internationalen Programme.Durch die forschungsbezogene und programmberatende Funktion, sowohl im internationalen Rahmen als auch national, für Forschungsförderorganisationen, unterscheidet sich das Mandat und folglich die Aufgabenstellung des NKGCF wesentlich von den durch die Bundesregierung einberufenen politikberatenden Wissenschaftlichen Beiräten (WBGU, SRU, Rat für nachhaltige Entwicklung) oder den DFG-Senatskommissionen.
Gegenüber den nationalen Forschungsförderorganisationen
- agiert das NKGCF als Beratungsgremium für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
- ist das NKGCF maßgeblich an der Identifikation, Entwicklung und Koordination zukünftiger Forschungsschwerpunkte beteiligt.
- unterstützt das NKGCF zu Fragen nationaler Forschungs- und Förderaktivitäten im Bereich des globalen Wandels.
- bewertet das NKGCF die internationale Programmentwicklung und analysiert die sich daraus ergebenden Konsequenzen für nationale Programmbeiträge.
Auf internationaler Ebene
- stellt das NKGCF den nationalen Ansprechpartner für WCRP, DIVERSITAS, IHDP und IGBP dar.
- unterstützt das NKGCF und beteiligt sich aktiv an der Integration und Weiterentwicklung der internationalen Forschungsprogramme.
- unterstützt das NKGCF die Beteiligung deutscher Wissenschaftler bei Gestaltung und Mitwirkung in den internationalen GEC Programmen.
- unterstützt das NKGCF bei der Auswahl und Nominierung deutscher Beteiligter in internationalen Gremien; Insbesondere wird die Teilnahme junger deutscher Wissenschaftler in diesen Gremien gefördert. Außerdem findet eine Abstimmung mit anderen Global Change Komitees im internationalen Raum statt.
Aufgabenschwerpunkte der 5. Mandatsperiode des NKGCF (2009-2011)
Durch die Erkenntnisse der letzten Jahre kommt den regionalen Auswirkungen des globalen Wandels und den Vermeidungs- als auch Anpassungsstrategien eine höhere Bedeutung zu als je zuvor. Die Forschung zum globalen Wandel sollte daher in den kommenden Jahren noch anwendungsorientierter werden. Daraus ergeben sich neue Fragestellungen, welche auch den gesellschaftlichen Aspekt der Global Change Forschung stärker in den Mittelpunkt des Interesses rücken.
Zusammenfassend liegen die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte des NKGCF in der
- Mitwirkung an der Weiterentwicklung und Neuausrichtung der vier großen Global Change Programme WCRP, IGBP, IHDP und DIVERSITAS sowie Stärkung der ESSP.
- Verstärkten Integration der Forschung zum Globalen Wandel und deren Internationalisierung (Diskussion um integrative Ansätze, Methoden und Erkenntnisse auf nationaler und internationaler Ebene).
- Mitwirkung an der weiteren Umsetzung des nationalen Forschungsprogramms „Umgang mit dem Klimawandel – Landnutzung im Spannungsfeld von Ressourcenschutz, Nahrungs- und Energienachfrage“.
- Stärkung der lösungs- und anwendungsorientieren Global Change Forschung unter Einbeziehung des wissenschaftlichen Diskurses zur Nachhaltigkeit.
- Stärkung der ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Beiträge zur Forschung zum Globalen Wandel.
- Verbesserung der internationalen und vor allem europäischen Zusammenarbeit in Bezug auf die Gestaltung der internationalen Forschungsprogramme auf der Basis existierender bilateraler Zusammenarbeiten.
- Mitwirkung an der Inwertsetzung bestehender und an der Entwicklung neuer lokaler wie globaler Beobachtungssysteme.

