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Biodiversität und Globaler Wandel


Die weltweite Vielfalt an intakten Ökosystemen und ihr Artenreichtum sind maßgebend für das menschliche Wohlbefinden durch die Bereitstellung teils lebensnotwendiger Ökosystemdienstleistungen. Dies erfordert einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Natur, die im zunehmenden Maße durch den globalen Wandel gefährdet ist. Der rasante Verlust von natürlichen Biotopen und extensiv bewirtschafteten Flächen durch Landnutzungswandel und die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels sind die stärksten Triebkräfte des weltweiten Rückgangs von Biodiversität. Mit dem Verlust geht häufig eine verminderte Produktivität von Ökosystemen einher und kann zu ihrer Destabilisierung beitragen. Dies ist von unmittelbarer Bedeutung für den Menschen, als dass nicht nur die ökologischen sondern auch sozialen und ökonomischen Folgen schwerwiegend sein können. Noch bestehen weitreichende Wissenslücken den Status und die Funktion von Biodiversität in sozio-ökologischen Systemen heute und prognostiziert unter sich verändernden klimatischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen betreffend.

Vor dem Hintergrund dieses herausfordernden Themas ist ein Papier im Rahmen einer NKGCF Arbeitsgruppe in Vorbereitung, welches die Notwendigkeit einer interdisziplinären und integrativen Forschung zu Biodiversität im Kontext sich wandelnder sozio-ökologischer Systeme hervorheben wird, mit dem Hintergrund den Möglichkeiten der CBD-Ziele nachzukommen. Dies entspricht auch dem aktuellen Trend in der internationalen Biodiversitätsforschung, welcher eindeutig in Richtung einer interdisziplinären und anwendungsorientierten Forschung geht. Dahinter steckt die Notwendigkeit, neben der Ursachenidentifizierung der Praxis mehr konkrete Lösungsansätze und Handlungsoptionen an die Hand zu geben. Unter Berücksichtigung des defizitären Grundlagenwissens der Dimension von Biodiversität, ihrer funktionellen Bedeutung in ökologischen Systemen und Wechselwirkungen mit Klima- und Landnutzungsdynamiken, ist gleichzeitig aber auch der Bedarf an problemorientierter Grundlagenforschung groß. Dies geht auch aus dem Diskussionspapier "Biodiversität und Globaler Wandel" hervor, welches das Wissenschaftliche Sekretariat des NKGCF zur Vorbereitung eines ersten Treffens der interdisziplinär aufgestellten Arbeitsgruppe Anfang November 2010 zur Verfügung stellte. Das Arbeitspapier greift schwerpunktmäßig Themen der Wechselwirkungen zwischen Biodiversität und einer sich verändernden Welt im ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Umfeld auf und gibt eine Übersicht der wesentlichen Herausforderungen und Fragestellungen der derzeitigen Biodiversitätsforschung auf Grundlage unterschiedlichster Veröffentlichungen.

Fachbereiche: Die Arbeitsgruppe zum Thema Biodiversität und Globaler Wandel setzt sich aus Wissenschaftlern aus den Fachbereichen Ökologie (marine Mikrobiologie, Zoologie, Naturschutz), Ökonomie (Agrar- und Umweltökonomie), Rechtswissenschaften und Umweltethik zusammen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. A. Boetius, Prof. Dr. K. Böhning-Gaese, Prof. Dr. S. v. Cramon-Taubadel, Prof. Dr. B. Hansjürgens, Prof. Dr. E. Kalko, Dr. C. Neßhöver, PD Dr. T. Potthast, Prof. Dr. K. Rehdanz, PD Dr. J. Settele, Prof. Dr. P. Stoll.

AG Termine: 5.11.2010 (Bremen), 27.01.2011 (Berlin)



Diskussionspapier:

Biodiversität und Globaler Wandel
Aktuelle Herausforderungen in der interdisziplinären Biodiversitätsforschung


Diskussionspapier (pdf)