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Herzlich Willkommen


auf der Internetseite des Nationalen Komitees für Global Change Forschung (NKGCF).

Das Nationale Komitee für Global Change Forschung ist Ideengeber und maßgeblich beteiligt an der Ausrichtung und Koordination der deutschen Beiträge zur Forschung im Rahmen des globalen Wandels. Das NKGCF ist außerdem nationaler Ansprechpartner für die internationalen Global Environmental Change Programme IGBP, WCRP, DIVERSITAS und IHDP sowie der Earth System Science Partnership (ESSP).

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über aktuelle Aktivitäten informieren und Ihnen die internationalen Forschungsnetzwerke, die Global Environmental Change Programme, vorstellen. Des Weiteren finden Sie diverse Links zum Thema Global Change.

31. Mai, 2010

IPCC: Offener Brief des NKGCF und DKK



die Arbeit des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) steht seit einigen Monaten in der Kritik der Öffentlichkeit, aber auch einiger Wissenschaftler. Auslöser für die Debatte über Arbeitsprozesse und Inhalte der IPCC Sachstandsberichte war die Veröffentlichung diverser privater Emails einzelner Forscher. In den folgenden Monaten verwies die Presse auf weitere Unstimmigkeiten, wie hinsichtlich der im vierten IPCC Sachstandsbericht getroffenen Aussagen zur Gletscherschmelze im Himalaya. Aktuell werden die IPCC Prozesse einer unabhängigen Begutachtung durch das InterAdacemy Panel on International Issues (IAC) unterzogen.

Das Nationale Komitee für Global Change Forschung (NKGCF) und das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) verfolgten die Debatte und verfassten nun gemeinsam einen offenen Brief, um die Arbeit des IPCC von deutscher Seite zu unterstützen. NKGCF und DKK sind der Meinung, dass trotz der Kritikpunkte die Kernaussage des vierten Sachstandberichtes des IPCC bestehen bleibt:

Der Klimawandel ist weitgehend von Menschen verursacht und wird sich in Zukunft verstärken.

Zum offenen Brief: http://openletter.nkgcf.org/

Weitere Informationen:
Begutachtungsprozess: Review of the IPCC
Allgemein: IPCC errors: facts and spin
Amazongate: The Amazongate fiasco, AmazonGate: how the denial lobby and a dishonest journalist created a fake scandal


Mai, 2010

Themenschwerpunkt Biodiversität und globaler Wandel



Der globale Wandel des Klimas und der Nutzung von Land und Meer verursacht eine rasche Veränderung der Vielfalt von Arten und Ökosystemen. Durch die steigende Nachfrage nach Energie, Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Raum werden Nutzungsflächen zu Lande und in den Meeren ausgeweitet und immer intensiver genutzt. Folgen davon sind weltweiter Artenschwund, Veränderungen der genetischen Diversität, Zerstörung oder Verschiebung von Ökosystemen, sowie der Verlust ihrer Funktionen und Dienstleistungen für den Menschen.

Forschung zur Zukunft der biologischen Vielfalt auf der Erde muss sich nicht nur mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen Genen, Organismen und Lebensgemeinschaften mit der belebten und unbelebten Umwelt beschäftigen, sondern auch mit wirtschaftlichen, ethischen und rechtlichen Aspekten des Erhalts und der Nutzung von Lebensvielfalt und Ökosystemen (vgl. NKGCF Positionspapier für eine kohärente deutsche Forschungsstrategie). Die sogenannten ökosystemaren Dienstleistungen wie die Erzeugung von Produkten in Form von Faserstoffen, Nahrungsmitteln oder auch in Formgebungen (Bionik), Inhaltstoffen, Erholung und Kulturgut, sind von schwer schätzbarem Wert, bedingen aber das Interesse eines nachhaltigen Wirtschaftens auf globaler Ebene.

Das Nationalkomitee für Global Change Forschung beteiligt sich maßgeblich an der Ausarbeitung richtungsweisender Konzepte zur koordinierten Forschung zum globalen Wandel (z.B BIOTA, BIOLOG) und stellt den nationalen Ansprechpartner für die internationalen GEC-Programme, wie DIVERSITAS international, dar.

Das NKGCF ist der Auffassung, dass die interdisziplinäre Forschung zur Wechselwirkung zwischen Biodiversität und globalem Wandel verstärkt werden muss, mit dem Ziel zeitnah zur Handlungsfindung beizutragen. Daher beabsichtigt das Nationalkomitee, weitere mögliche Konzepte im Rahmen der interdisziplinären Forschung zur Biodiversität zu entwickeln und berief bereits Ende 2009 dazu eine Arbeitsgruppe ein. Dabei steht das NK im direkten Kontakt mit dem seit 2009 neu gegründeten Verein DIVERSITAS Deutschland.


Zum Jahr der Biodiversität:

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum internationalen Jahr der biologischen Vielfalt erklärt.

"Der Schutz der biologischen Vielfalt hat dieselbe Dimension wie die Frage des Klimaschutzes. Wir brauchen eine Trendwende, jetzt unmittelbar, nicht irgendwann", mahnte die Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Auftaktveranstaltung „Biologische Vielfalt ist unser Leben“ Anfang des Jahres. Sie erinnert auch daran, dass „…wir alle von funktionsfähigen Ökosystemen abhängig“ sind. „Die Grundlage für diese Funktionsfähigkeit ist die Vielfalt. Denn nur sie garantiert, dass Entwicklungs- und Anpassungsoptionen für die Ökosysteme überhaupt aufrechterhalten werden.“ Siehe link.

Offizielle Webseite zum Jahr der Biodiversität
http://www.cbd.int/2010/welcome/#1
World Environmental Day
http://www.unep.org/wed/2010/english/


Aktuelle Downloads

PDF Regionale Klimamodelle P.-T. Stoll, W. Mauser, M. Schulz. B. Höll (Hrsg.), 2010
"Regionale Klimamodelle - Potentiale, Grenzen und Perspektiven"

NKGCF Kiel
ISBN 978-3-9813068-1-1


Regionale Klimaprojektionen müssen vielen unterschiedlichen Be¬dürfnissen aus den Bereichen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerecht werden. Die Ansprüche sind hoch und divers, weshalb mit den aktuellen Klimaprojektionen viele Fragestellungen (noch) nicht beantwortet werden können. Der Inhalt der Broschüre beruht auf den Präsentationen und Diskussionen der Rundgesprächsteilnehmer und gibt einen Einblick in die Thematik sowie Problematik.

Download Broschüre (pdf, 2.01 MB)

Download Positionspapier (English PDF, Deutsch PDF)

Zur Bestellung bitte eine formlose email an nkgcf [at] ifw-kiel [dot] de